Schloss Walburg
Das Schloss wurde um 1650 von Graf Hermann Friedrich von dem Bergh, Herr von Stevensweert und Ohé en Laak, gebaut. Möglicherweise stammt der Name von seiner Gemahlin, Josina Walburg. Graf Reinhard Vincent von Hompesch kaufte das Gebäude 1719 und ließ verschiedene Umbauten durchführen. Er gestaltete es zu einem prächtigen Landsitz mit umliegenden Gärten und Wassergräben um. Von der Auffahrt hatte der Graf einen ungehinderten Blick auf die von ihm im Jahr 1722 gebaute Hompesche Mühle. Auch nach seinem Tod wohnten im Schloss Mitglieder der Familie von Hompesch und Riedesel d’Eisenbach.
Im Jahr 1919 wurden das Schloss und die umliegenden Gärten verkauft. Einige Flügel wurden abgerissen und die Überreste verfielen zunehmend. Bevor 1991 die Fundamente entfernt wurden, führte das Museum Grabungen durch, um die genaue Lage des Gebäudes zu ermitteln. Aufgrund der Sammelstrategie des Museums und der Unterstützung einiger Nachfahren der Schlossbewohner ist es möglich, einen Eindruck vom prächtigen Interieur zu vermitteln. Inzwischen wurde auch der Plan gefasst, dem Schlossgelände wieder etwas von seinem einstigen Glanz zurückzugeben.